Wer ist Melek Metatron?

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Die moderne Beschreibung des Melek Metatron, sowohl in Literatur

als auch was die gängige Interpretation innerhalb esoterischer Kreise betrifft, ist einhellig.

 

Man sagt, Metatron wäre der höchste Engel, und um ihn wäre „das göttliche Gedankenfeld“.

Umhüllt vom Licht der Quelle, nennt man ihn das Auge Gottes.

Sämtliche Wesen und Engel des Universums sehnen sich danach, dereinst vollkommen mit seinem Reich,

dem  göttlichen Gedankenfeld, "El Shaddai",  zu verschmelzen.

 

Auch wenn es niemand so richtig aussprechen mag,

- es ist doch so, dass wir stillschweigend Melek Metatron auf jenen Thron gesetzt haben,

den einst der eher schizoid anmutende JHWH innehatte,

woraus sich  für viele Menschen die logische Schlussfolgerung ergibt,

dass Jesus Christus Metatrons Sohn sein müsse. 

 

Was finden wir in den Schriften, die nicht vom Vatikan gesäubert wurden, über Melek Metatron?     Spricht Jesus über ihn?   Und bezeichnet er ihn als Gott oder gar als seinen Vater?


Tatsächlich nimmt Metatron einen sehr hohen und auch sehr geschätzten Stellenwert

in den Aufzeichnungen der ersten Christen ein. „Sabaoth, der Gute“, so nennt ihn Jesus gerne.

 

Die frühen Christen setzen voraus, dass alles, was wir als „Welt, oder Universum“ wahrnehmen,

mit allen sichtbaren und  feinstofflichen Wesen, Engeln, Menschen und Göttern darin

  ,ein Gebilde ist, welches von Sophia initiiert wurde. 

Sophia hatte dieses Gebilde nicht in Übereinstimmung mit Gott, der als Nous der vollkommene Sinn ist, erschaffen,

und darum existiert diese Welt getrennt von den Himmlischen.

 

Ihrer Schöpfungsgeschichte zufolge, werden die Herrscher und Gestalter unseres Universums „Archonten“ genannt,

deren Oberster blind und arrogant ist, und Jaldabaoth oder Saklas der blinde Demiurg genannt wird.

 

Werfen wir auf der Spurensuche nach Metatron- Sabaoth einen Blick in die Schrift:  “Über den Ursprung der Welt“:

Er begegnet uns als der fünfte Sohn des Jaldabaoth, am Anfang des Entstehens unserer Welt,

- weit noch, bevor die Archonten den physischen Menschen gebildet hatten:

 

 Die Erste Hervorbringung: JALDABAOTH

 

Wegen der unbesiegbaren Kraft, die in ihr ist, (die Rede ist von Sophia) war ihr Denken nicht unwirksam

und ein Werk trat in Erscheinung, das unvollkommen war, und es war unterschieden von ihrer Gestalt.

Er war vom Typos eines löwengesichtigen Drachens. Seine Augen leuchteten und waren wie wie Feuer von Sonnenleuchten.

 

Als der Archon seine Größe sah, dachte er, dass nur er allein existierte.

Er schuf sich zwölf Mächte:

 

Die erste aber, ihr Name ist Athoth, den die Geschlechter „Schnitter“ nennen.

Die zweite ist Harmas, die das Auge der Begierde ist.

Die dritte ist Kalila-Oumbri.

Der vierte ist Jabel.

Der fünfte ist Adonaiou, der Sabaoth genannt wird.

Der sechste ist Kain, den die Geschlechter der Menschen „die Sonne“ nennen.

Der siebte ist Abel.

Der achte ist Abrisene.

Der neunte ist Jobel.

Der zehnte ist Armoupieel.

Der elfte ist Melcheir-Adonein.

Der zwölfte ist Belias, dieser ist der, der über der Tiefe der Unterwelt ist.

 

 

Weiters erschuf er sich sieben Kräfte:

 

Der erste ist Athoth, er ist ein Schafsgesicht, seine weibliche Kraft ist die Güte.

Der zweite ist Eloaiou, er ist ein Eselsgesicht, seine weibliche Kraft ist Vorhersehung.

Der dritte ist Astaphaios, er ist ein Hyänengesicht, seine Kraft ist die Göttlichkeit.

Der vierte ist Jao, er ist ein 7-köpfiges Drachengesicht, seine Kraft ist die Herrschaft.

Der fünfte ist Sabaoth, ein Drachengesicht, seine weibliche Kraft ist das Königreich.

Der sechste ist Adonin, er ist ein Affengesicht, seine weibliche Kraft ist die Begierde.

Der siebte ist Sabbede, ein Feuergesicht, das leuchtet, seine Kraft ist die Weisheit.

 

Jaldabaoth selbst hat eine Menge Gesichter, sodass er einem jedem von ihnen gleicht.

Er setzte sich in ihre Mitte, verteilte sein Feuer unter ihnen und nannte sich selbst „Gott“,

unwissend und blind über seine Herkunft.

 

„Ich bin ein neidischer Gott, und es gibt keinen Gott neben mir,“ verkündete er.

Aber gerade damit zeigte er den Engeln, die bei ihm waren an, dass ein anderer Gott existiert.

 

Denn wenn dort keiner wäre, auf wen sollte er eifersüchtig sein?  

(Über den Ursprung der Welt, Nag Hammadi Kodizes)

 

Daraufhin bereut Sophia die Tatsache, dass sie dieses Wesen zwar aus einer Regung der Liebe heraus,

jedoch ohne Verstand erschaffen hatte.

Ihr Versuch zu Jaldabaoth über seine Herkunft aufzuklären, scheitert, und so kam ihr „die Gemeinschaft der Himmlischen“ zu Hilfe. 

Ebenso erschien der erste, vollkommene Mensch und sein Abbild spiegelte sich über den Wassern.

„Der Mensch existiert, und der Sohn des Menschen,“ vernahm Jaldabaoth, doch er erkannte nicht,  woher diese Stimme gekommen war.

 

Die Bekehrung von Sabaoth, der Sohn Jaldabaoths

 

 

Als Sabaoth, der Sohn Jaldabaoths, diese Stimme  hörte, brachte er ihr Lobpreis dar, und er verurteilte den Vater. Er pries Sophia, die Liebe, denn sie hatte sie über den unsterblichen Menschen und sein Licht belehrt.

 

Darauf streckte  Sophia ihren Finger aus und goss über ihn Licht von ihrem Licht aus 

zur Verurteilung seines Vaters. Als nun Sabaoth erleuchtet war, empfing er große Macht gegen alle Gewalten des Chaos.

Seit diesem Tag wurde er genannt: “Herr der Mächte“.

Und wegen seines Lichtes waren alle Mächte des Chaos neidisch auf ihn. 

Und als sie in Bestürzung geraten waren, machten sie einen großen Krieg in den sieben Himmeln.

 

Auszug aus dem Manuskript: "Über den Ursprung der Welt", (Nag Hammadi Kodizes)

Fassen wir also zusammen:


Sabaoth ist ein Sohn des Jaldabaoth. 

 

Er ist ein Drachengesicht. 

 

Seine Macht ist „Das Königreich“

 

Als einziger der Archonten ließ er sich von seiner der Liebe der Sophia berühren,

und erkannte, dass es eine göttliche Macht jenseits seiner bekannten Welt geben muss.

 

Er wird über die anderen Archonten gesetzt und erschafft sich von hier aus jene Welt,

die wir als unsere Welt samt Göttern, Engeln und Menschen kennen.

 


 

 

 Der Thron des Sabaoth

 

„Er sitzt nun aber auf einem Thron des Lichtes in einer großen Wolke, die ihn bedeckt. 

Und es war niemand bei ihm in der Wolke außer Sophia, der Tochter der Pistis,

die ihn über alle Dinge, die im achten Himmel existierten, belehrte, 

so dass die Abbilder dieser Dinge geschaffen würden,

damit seine Herrschaft bestünde bis zur Vollendung der Himmel des Chaos und ihrer Kräfte.

 

Der Cherub und die Erzengel

 

Und vor seinem Wohnort erschuf er einen Thron,

der groß war und der sich auf einem viergesichtigen Wagen, genannt Cherub, befand. 

Der Cherub nun hatte acht Formen an jeder der vier Ecken, Löwen-Formen und Rinder-Formen und Menschen-Formen und Adler-Formen,

so dass alle Formen zusammen vierundsechzig Formen ergeben und er schuf sieben Erzengel, die vor ihm stehen.

 

Und er schuf sieben Erzengel, die vor ihm stehen. Er ist der achte und er hat Macht“

 

Die Entstehung der Seraphim

 

Und auf jenem Thron nun erschuf er andere, drachenähnliche Engel, genannt Seraphim, welche ihm allzeit Lob darbringen“

 

 

 

Auszug aus dem Manuskript: "Über den Ursprung der Welt", (Nag Hammadi Kodizes)

Interessant, nicht wahr? 

 

In vielerlei Hinsicht finden wir hier eine Annäherung an die Projektion des „Lieben Gottes“, der auf einem Thron im Himmel sitzt,

- und in gewisser Weise ist das,-zumindest innerhalb der Grenzen der archontischen Welt,- auch durchaus zutreffend. 

 

Aber auch unsere esoterische Interpretation des Melek Metatron  findet hier Anklang

Der höchste Engel, umgeben von Seraphen und Erzengeln, der der Quelle am nächsten ist.

 

Pikanterweise haben wir ausgeblendet, dass dieser „liebe Gott“, oder moderner gesehen,- Metatron,-

ein Drachengesicht hat.

Das Wort "Seraphim", so erfahren wir in Wikipedia, das im Hebräischen „die Brennenden“ bedeutet,

ist im Tanach üblicherweise ein Wort für Schlangen. Sie werden als  feurige, sechsflügelige Engel, die Gottes Thron umschweben und immerfort „Heilig, heilig, heilig“ ausrufen, bezeichnet. 

 

Eigentlich ist es nachvollziehbar, dass Sabaoth, der ja selbst ein Drachengesicht ist, sich Wesen erschafft, die ihm gleichen. 

Vielleicht findet sich auch hier eine Erklärung dafür, weshalb so viele Menschen sich Drachen tätowieren lassen?

Schließlich hat Sabaoth bei der Erschaffung der menschlichen Physis mitgewirkt.

 

... und  Sophia?


Wenn wir  uns an das höchste Leuchten der Liebe, an die Quelle, oder an die  Vollkommenheit, wenden,

-kurzum , wenn wir uns an die pure Präsenz Gottes wenden,

- ist es genau genommen Sophia zu der wir beten. 

 

Innerhalb der archontischen Welt, (die unsere Welt ist),  ist Gott also tatsächlich weiblich!

 

In weiterer Folge wird Jesus Christus aus den wahren Reichen Gottes die archontischen Ebenen durchschreiten ,

um Engel, Archonten und Menschen über seinen Vater, den ewigen Gott, den allumfassenden Sinn, zu belehren.

Er inkarniert in männlicher Erscheinung, um den Fehler Sophias, die diese Welt ohne Übereinstimmung mit ihrem männlichen Paargenossen erschaffen hatte, auszugleichen. 

Als die Kraft der Erkenntnis und das Wort ist Jesus der männlich -göttliche Anteil im Menschen.

Als die Liebe und das Leben ist Sophia, der Heilige Geist, der seelische, weibliche, göttliche Anteil in uns.

 

Sophia ist der Heilige Geist, und sie ist die wirkende, lebendige Erinnerung in uns Menschen,

an das wahre Königreich Gottes und unsere Sehnsucht, dorthin zurückzukehren.

 

Bis es soweit ist, wurde von ihr Sabaoth, der Drache eingesetzt, den sie beständig und geduldig über die wahren Reiche Gottes belehrt, sodass so dass die Abbilder dieser Dinge geschaffen würden. 

Der Archont Sabaoth ist zwar belehrbar und gehört zu den „Guten“, 

dennoch würde ihn die Anwesenheit des wahren Sohnes  zutiefst verunsichern.

Er wird den Christus jedoch mit einer Nachbildung von Jesus, welcher an seinem Thron sitzt, verwechseln,

- beziehungsweise ihn für seinen eigenen Sohn halten:

 

 

„Nachdem er ( Sabaoth) die Kirche der Engel erschaffen hatte,

erschuf er einen Erstgeborenen, genannt Israel, das heißt: „Der Mensch, der Gott sieht“, 

und einen anderen, genannt Jesus Christus,

der dem Erlöser oben in dem achten Himmel gleicht und der zu seiner Rechten sitzt auf einem geehrten Thron. 

Und zu seiner Linken sitzt die Jungfrau des Heiligen Geistes auf einem Thron und ehrt ihn.“ 

 

 

Auszug aus dem Manuskript: "Über den Ursprung der Welt", (Nag Hammadi Kodizes)

Diese Welt in der wir uns bewegen ist ein Abbild, geschaffen, um eine Annäherung an das wahre Gottesreich darzustellen.


 

Höchster Quell der Weisheit und der Liebe ist Sophia, die in uns als der Heilige Geist die beständige Sehnsucht nach Wahrheit und Liebe entfacht. Ihr Retter und und auch der unsrige, ist Jesus ,- der Logos, das Wort und der Sohn,

der aus den wahren Gottesreichen hinabstieg um unseren Verstand zu entfachen.

 

Einstweilen wurde Sabaoth eingesetzt, um ein Gleichgewicht und einen Raum zur Entfaltung der Weisheit zu bewahren. 

 

Blicken wir uns also mit einem begrenzten Wissen innerhalb dieser Welt um,

 

so erkennen wir in Sabaoth tatsächlich am ehesten den gütigen, lieben Gott der auf einem Thron über allen Engeln und Wesenheiten wacht.

Der Schein, oder das göttliche Gedankenfeld, das ihn umgibt, ist das Leuchten der weiblich göttlichen Präsenz,

und sogar ein Nachbildung von Jesus Christus, seinem Sohn können wir ausmachen.

 

Da Sabaoth selbst das Verstehen fehlt, um das Ganze zu begreifen, ist er gemäß seiner eigenen Wahrnehmung,

genau dieses Alpha und Omega,- Gott der Vater, welcher diese Welt erschaffen hatte,

und überdies seinen Sohn großmütig den Menschen geopfert hat.

(Jesus war sich überaus bewusst, dass die Menschen sehr bald sein Abbild „den toten Jesus“

oder auch den „gekreuzigten Jesus“  irrtümlich verehren würden.)

 

Blicken wir jedoch jenseits die Grenzen dieser archontischen, kleinen, abbildlichen Welt, 

 

erkennen wir in Sabaoth den Sohn des Jaldabaoth, ein Drachengesicht,

welcher guten Willens ist,  in seiner Erkenntnisfähigkeit dem Menschen, der die größere Wahrheit erkannt hat, jedoch unterlegen ist. 

 

Wir erkennen, dass Jesus Christus weit mehr ist, als der Sohn des Sabaoth,

und wir erkennen, dass Sabaoths Himmel,- auch wenn er ganz oben am äußersten Rand unserer menschlichen Wahrnehmung sein mag,

nicht die wahre und endgültige Erfüllung unserer Sehnsucht sein kann, wenn wir an das ewigliche Reich Gottes denken.

 

Metatron channeln,- ihn um Schutz bitten,-macht das Sinn?


Es macht  durchaus Sinn, Melek Metatron um Schutz zu bitten,-

vor allem da, wo es um die Belange der archontischen Welt geht.

Tatsächlich ist es zwar Sophia, die ihn anleitet und lenkt, doch das ist etwas, das nur die  „Sehenden“ wissen.

Für die anderen Archonten ist Sabaoth-Metatrons Autorität gewiss beeindruckend,

und es kann nicht schaden, sie wissen zu lassen, dass man unter Sabaoths Schutz steht.

 

Wollen wir allerdings von Metatron-Sabaoth etwas über das wahre Wesen der Welt,

oder gar über das Reich Gottes erfahren,

wenden wir uns gewissermaßen an den Einäugigen unter den Blinden.

 

Ein bisschen wird er uns schon berichten,- dass Jesus sein Sohn sei,- dass sein göttliches Gedankenfeld die höchste Emanation des Göttlichen ist, und auch, dass die meisten Engel und Erzengel sich danach sehnen, dorthin wieder zurückzukehren.

Er wird von Liebe sprechen und auch von Macht. (Daran erkennt man übrigens seine archontische Natur,- ein hierarchisches Bewusstsein, das unbewusst in viele Channelings einfließt.)

 

 

Da jedoch, wo etwa in Channelings oder auch in der Literatur im Namen Metatrons etwas ausgesprochen wird,

 das tief berührt und gefühlt wahr ist,

 ist es wahrscheinlich eher der Mensch, der aus einer Weisheit heraus spricht.

 

Denn im Gegensatz zu den Engeln, die Sabaoth ja im Auftrag von Sophia tatsächlich  erschaffen hat,

trägt der Mensch die direkte Erinnerung Sophias in seiner Seele

und überdies das Potenzial, Dank des Logos,  Erahntes uns Erkanntes in Liebe zu verbinden.

Es ist ein heißes Thema, keine Frage, und ich freue mich über Deine Meinung!

 (Bitte keine Entgleisungen, Beleidigungen-untergergejubelte Links,-...naja, Du weißt schon)

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