Die Geheimlehre Jesu

2.  Teil

Die Entstehung der archontischen Welt


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Ich denke, es ist  wichtig, dies in einer gewissen Neutralität zu verstehen.
Selbst einige der sicherlich sehr aufgeklärten Verfasser vergreifen sich über "den Fehler von Sophia" mitunter im Ton. Dieser „Fehler“, diese mangelhafte Hervorbringung durch die Sophia der Epinoia ist es schließlich, der in unserer mangelhaften Welt von Licht und Schatten,- von Gut und Böse münden sollte.
Erstens einmal wurde die Sophia als ein Aspekt der allumfassenden Weisheit, der Pistis,- hervorgebracht als die Kraft, Weisheit durch Erinnerung, oder durch Einsicht  zu erzeugen.
Hätte sie denn in einer Übereinstimmung mit ihrem Paargenossen und mit der Zustimmung des Geistes, der der Sinn selbst ist, überhaupt eine Vergessenheit,- die es doch zum Erinnern einfach braucht,- erzeugen können?

Erkannt und gesehen zu werden von ihrer „Person der Männlichkeit“ erzeugt unmittelbar

vollkommenes Erkanntwerden. Wenn Dir alles vollkommen und ganz ohne Mangel gegenwärtig ist,kann es keine Erkenntnis aus einer Erinnerung und keine Weisheit, die aus einer Einsicht herrührt, geben.
Ist es nicht vielmehr die einzige, angebrachte Möglichkeit, innerhalb dieses Pleromas, die Vorbereitungen für eine Weisheit, die sich erinnert zu treffen, indem man sich von allem abwendet um so, als würde man träumen, ein Bild entstehen zu lassen?
Es muss so ähnlich sein, wie träumen,- denn dabei entstehen auch ganze Welten, die zwar in manchen Dingen dem vertrauten, echten Geschehen ähneln, in manchen Dingen aber auch verzerrt und sinnlos sind.
Die Sophia der Epinoia dafür zu verurteilen, ist ungefähr so, als wollte man einen Menschen, der geschlafen hat tadeln, weil sein Traum nicht ganz der lebensechten Wirklichkeit entspricht.
Wäre es überdies so, dass diese Kunst, eine Fülle an Weisheit aus so einem Traum hervorzubringen doch gerade die Einzigartigkeit und die ganz besondere Gabe dieses Menschen ausmacht, wäre ein Tadel diesbezüglich nicht nur überflüssig, sondern schlichtweg dumm.
Was allerdings passiert ist, -wir werden das noch anführen,- ist, dass Sophia sich  ganz in ihrem Traum verloren hat, und ohne Hilfe des Pleromas,- nicht mehr herausfindet.
So ist es gekommen, dass der Logos selbst,- Christus,- sich in Sophias Traumwelt hineinbegeben hat, um ein großes Erwachen zu erzeugen.
Das beweist aber doch nur, wie unendlich jeder,- wirklich jeder Aspekt der Schöpfung wertgeschätzt und geliebt ist.

Es wäre vergleichbar mit einem Mann, der seine Frau so sehr liebt, dass er sie nicht einfach aus einem Alptraum aufrüttelt, sondern einen Weg findet in den Traum hineinzugleiten, nur um sicherzustellen, dass die Geliebte erfrischt und mit einem Lächeln in ihrem eigenen Tempo aufwachen kann.


Jaldabaoth,

und die Entstehung der archontischen Welt

Lion of Venice
Lion of Venice

Wegen der unbesiegbaren Kraft, die in ihr ist, war ihr Denken nicht unwirksam und ein Werk trat in Erscheinung,

das unvollkommen war, und es war unterschieden von ihrer Gestalt.
Er war vom Typos eines löwengesichtigen Drachens.

Seine Augen leuchteten und waren wie wie Feuer von Sonnenleuchten.
Sie stieß ihn weg von sich, weg aus jenen Orten, damit niemand der Unsterblichen ihn sehen könne.Und sie umgab ihn mit einer leuchtenden Wolke, und sie stellte einen Thron in die Mitte der Wolke, umgeben von Wassern. Das Wesen war unwissend darüber,woher es entstanden war. Als nun Sophia sah, wie es  sich bewegte, sagte sie zu ihm: ,,Kind, setze hierher über" , dessen Auflösung, Jaldabaoth` ist.
Seit jenem Tag trat das Prinzip des Wortes in Erscheinung, das die Götter und die Engel und die Menschen erreicht hat.Und das, was entstanden ist durch das Wort, vollendeten die Götter und die Engel und die Menschen.

 


Der Archon Jaldabaoth nun ist unwissend über die Kraft der Pistis. Er hat ihr Gesicht nicht gesehen, sondern er sah nur das Bild in dem Wasser,

das mit ihm sprach. Wegen dieser Stimme nannte er sich selbst Jaldabaoth. Aber die Vollkommenen nennen ihn Ariael, denn er war wie ein Löwe.

Als er nun Macht über die Materie erlangt hatte, zog sich Pistis Sophia zu ihrem Licht zurück.

DIE ENTSTEHUNG DER ARCHONTISCHEN WELT
 
Als der Archon seine Größe sah, dachte er, dass nur er allein existierte.
Er sonderte eine wässrige Substanz ab in eine Region.
Und was trocken war, wurde in eine andere Region abgeteilt.
Aus der Materie machte er sich selbst einen Wohnsitz, und er nannte ihn, Himmel`.
Und aus der Materie machte der Archon einen Fußschemel, und er nannte ihn, Erde`.

Und er war erstaunt in seinem Unverstand, der in ihm ist, und er schuf sich zwölf Mächte.
 
Die erste aber, ihr Name ist Athoth, den die Geschlechter „ Schnitter“ nennen.
Die zweite ist Harmas, die das Auge der Begierde ist.
Die dritte ist Kalila-Oumbri.
Der vierte ist Jabel.
Der fünfte ist Adonaiou, der Sabaoth genannt wird.
Der sechste ist Kain, den die Geschlechter der Menschen ,die Sonne` nennen.
Der siebte ist Abel.
Der achte ist Abrisene.
Der neunte ist Jobel.
Der zehnte ist Armoupieel.
Der elfte ist Melcheir-Adonein.
Der zwölfte ist Belias, dieser ist der, der über der Tiefe der Unterwelt ist.
Nun schuf der Archigenetor Jaldabaoth, weil er große Mächte besaß, Himmel für jeden seiner Söhne durch das Wort, die schön waren, als Wohnorte, und in jedem Himmel schuf er große Herrlichkeiten, die siebenmal auserwählt sind.
Throne und Wohnungen und Tempel und ebenso Wagen und jungfräuliche Geister bis hinauf zu einem Unsichtbaren und ihre Herrlichkeiten, jeder einzelne hat diese in seinem Himmel: kraftvolle Heere von Göttern und Herren und Engeln und Erzengeln, zahllose Myriaden, damit sie ihnen dienen.

Weiters erschuf er sich sieben Kräfte:

Der erste ist Athoth, er ist ein Schafsgesicht, seine weibliche Kraft ist die Güte.
Der zweite ist Eloaiou, er ist ein Eselsgesicht, seine weibliche Kraft ist Vorhersehung.
Der dritte ist Astaphaios, er ist ein Hyänengesicht, seine Kraft ist die Göttlichkeit.
Der vierte ist Jao, er ist ein 7-köpfiges Drachengesicht, seine Kraft ist die Herrschaft.
Der fünfte ist Sabaoth, ein Drachengesicht, seine weibliche Kraft ist das Königreich.
Der sechste ist Adonin, er ist ein Affengesicht, seine weibliche Kraft ist die Begierde.
Der siebte ist Sabbede, ein Feuergesicht, das leuchtet, seine Kraft ist die Weisheit.

Jaldabaoth selbst hat eine Menge Gesichter, sodass er einem jedem von ihnen gleicht.
Er setzte sich in ihre Mitte, verteilte sein Feuer unter ihnen und nannte sich selbst „Gott“, unwissend und blind über seine Herkunft.
„Ich bin ein neidischer Gott, und es gibt keinen Gott neben mir,“ verkündete er.
Aber gerade damit zeigte er den Engeln, die bei ihm waren an, dass ein anderer Gott existiert.

Denn wenn dort keiner wäre, auf wen sollte er eifersüchtig sein?


Die Reue der Sophia und der Versuch, den Archonten zu belehren

Weil Jaldabaoth in seiner Unwissenheit zwei Namen verteilt hatte, darunter ebenso solche gemäß der „Himmlischen“, sorgte er für Verwirrung.
Es war nun eine echte, eine bewahrenswerte Lichtkraft in diese Vision geraten, und so war es nicht mehr ratsam, Sophia kraft ihres Paargenossen,- also ihrer eigenen Person der Männlichkeit, zu befreien. Das nämlich hätte eine sofortige, vollkommene Erinnerung und Einsicht bewirkt, wobei jedoch zwangsläufig auch jene bewahrenswerte Kraft einfach „abgeschüttelt“ hätte werden müssen und nicht mehr zu retten gewesen wäre.

Darum kam das gesamte Pleroma der Himmlischen zu Hilfe. Über diese Gesamtheit gossen sie den Heiligen Geist über Sophia aus, und ermöglichten ihr so einen Ruheort wachend über dem Geschehen, jedoch noch teilnehmend und nicht ganz befreit:

Aus dem erhabenen Pleroma erhob eine Stimme dessen, der der Vater des Alls ist,
um die Archonten über die Herrlichkeit der Pronoia zu belehren.
Ebenso erschien der erste, vollkommene Mensch und sein Abbild spiegelte sich über den Wassern.
„Der Mensch existiert, und der Sohn des Menschen,“ vernahm Jaldabaoth, doch er erkannte nicht,
woher diese Stimme gekommen war.


Sabaoth,- Metatron tritt auf den Plan


Die Bekehrung von Sabaoth, der Sohn des Jaldabaoth

Als  Sabaoth, der Sohn Jaldabaoths, die Stimme der Pistis hörte, brachte er ihr Lobpreis dar, und er verurteilte den Vater auf das Wort der Pistis hin. Er pries sie, denn sie hatte sie über den unsterblichen Menschen und sein Licht belehrt.
Darauf streckte Pistis Sophia ihren Finger aus und goss über ihn Licht von ihrem Licht aus
zur Verurteilung seines Vaters.
Als nun Sabaoth erleuchtet war, empfing er große Macht gegen alle Gewalten des Chaos.
Seit diesem Tag wurde er genannt,“ Herr der Mächte“.
Und wegen seines Lichtes waren alle Mächte des Chaos neidisch auf ihn. Und als sie in Bestürzung geraten waren, machten sie einen großen Krieg in den sieben Himmeln.

Die Entrückung Sabaoths in den siebten Himmel

Als nun Sophia diesen Krieg gesehen hatte, sandte sie sieben Erzengel zu Sabaoth von ihrem Licht aus. Sie entrückten ihn bis in den siebten Himmel hinauf. Sie stellten sich vor ihn hin als Diener. Wiederum sandte sie ihm drei weitere Erzengel und befestigte das Königreich über jedem für ihn, dass er wohnen möge über den zwölf Göttern des Chaos.
 
Zoe, die Unterweiserin Sabaoths

Als nun Sabaoth den Ort der Ruhe in Empfang genommen hatte als Antwort für seine Buße, gab ihm Pistis noch ihre Tochter Zoe Leben

zusammen mit einer großen Macht,
damit sie ihn unterweisen möge in allen Dingen, die in dem achten Himmel existieren.

Die vier Gesichter - Nach  der Vision des Ezekiel
Die vier Gesichter - Nach der Vision des Ezekiel

Über den Wohnort und den Thron des Sabaoth

Als er nun Macht hatte, machte er sich zuerst einen Wohnort. Dieser ist groß, überaus herrlich und siebenmal so groß wie alle Wohnorte, die existieren in den sieben Himmeln.
Und vor seinem Wohnort erschuf er einen Thron, der groß war und der sich auf einem viergesichtigen Wagen, genannt Cherub, befand.
Der Cherub nun hatte acht Formen an jeder der vier Ecken, Löwen-Formen und Rinder-Formen

und Menschen-Formen und Adler-Formen,

so dass alle Formen zusammen vierundsechzig Formen ergeben

und er schuf sieben Erzengel, die vor ihm stehen.
Er ist der Achte, und er hat Macht. Alle Formen nun ergeben zusammen zweiundsiebzig.
Von diesem Wagen aus nahmen nun zweiundsiebzig Götter Gestalt an; sie nahmen Gestalt an,

damit sie herrschen mögen über die zweiundsiebzig Sprachen der Völker.

 

 

Die Entstehung der Seraphim

Und auf jenem Thron nun erschuf er andere, drachenähnliche Engel, genannt Seraphim, welche ihm allezeit Lobpreis darbringen.

 
Die Erschaffung der Engel-Kirche

Anschließend erschuf er eine Kirche der Engel, Tausende und Myriaden, unzählbar,
die der Kirche im achten Himmel glich;
und einen Erstgeborenen, genannt Israel, das heißt, der Mensch, der Gott sieht`,
und einen anderen, genannt Jesus Christus, der dem Erlöser oben in dem achten Himmel gleicht und der zu seiner Rechten sitzt auf einem geehrten Thron.
Und zu seiner Linken sitzt die Jungfrau des Heiligen Geistes auf einem Thron und ehrt ihn. Und die sieben Jungfrauen stehen vor ihr, wobei ihnen dreißig Zithern und Harfen und Trompeten zu eigen sind, und sie ehren ihn. Und alle Heerscharen der Engel ehren und preisen ihn.

Die Unterweisung Sabaoths

Er sitzt nun aber auf einem Thron des Lichtes in einer großen Wolke, die ihn bedeckt. Und es war niemand bei ihm in der Wolke außer Sophia, der Tochter der Pistis, die ihn über alle Dinge, die im achten Himmel existierten, belehrte, so dass die Abbilder dieser Dinge geschaffen würden, damit seine Herrschaft bestünde bis zur Vollendung der Himmel des Chaos und ihrer Kräfte.

Die Trennung in rechts und links

Die Pistis Sophia aber sonderte ihn von der Finsternis ab und berief ihn an ihre Rechte.
Und den Archigenetor stellte sie an ihre Linke.
Seit jenem Tag wurde rechts, die „Gerechtigkeit“ genannt,
und links wurde „die Ungerechtigkeit“ genannt.
Deswegen nun empfingen sie alle eine Ordnung der Kirche der Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit.


Eine Zeichnung von Da Vinci....(viele Gemälde und Stauen erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht)
Eine Zeichnung von Da Vinci....(viele Gemälde und Stauen erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht)

Der Neid des Jaldabaoth auf seinen Sohn Sabaoth und die Hervorbringung des Todes

Als nun der Archigenetor des Chaos seinen Sohn Sabaoth sah und die Herrlichkeit, in der er war, und begriff, dass er besser war als alle Mächte des Chaos, wurde er neidisch auf ihn.
Und als er zornig wurde, brachte er hervor den Tod aus seinem Tod.
Und er, der Tod, wurde eingesetzt über den sechsten Himmel,
denn Sabaoth war von jenem Ort aus entführt worden.
Und so vollendete sich die Zahl der sechs Mächte des Chaos.
Darauf vermischte sich der Tod, der mannweiblich war,
mit seiner eigenen Natur und brachte hervor sieben mann-weibliche Söhne.

Dies sind die Namen der Männlichen: 
der Neid,
der Zorn,
das Weinen,
das Seufzen,
die Klage,
das Jammern,
das Stöhnen.

Und dies sind die Namen der Weiblichen: 
der Zorn,
das Leiden,
die Lust,
das Seufzen,
der Fluch,
die Bitterkeit,
die Streitsucht.

Sie hatten Geschlechtsverkehr miteinander. Und jeder brachte sieben hervor,
so dass sie zusammen neunundvierzig mannweibliche Dämonen ergaben.
Ihre Namen und ihre Wirkungen wirst du im Buch des Solomon finden.


Die Kräfte der Zoe

Und im Angesicht dieser schuf Zoe, die mit Sabaoth war, sieben gute mannweibliche Kräfte.
Dies sind die Namen der Männlichen: 
der Neidlose,
der Gesegnete,
der Freudvolle,
der Wahrhaftige,
der Missgunstlose,
der Geliebte,
der Glaubwürdige.

Was aber die Weiblichen betrifft, dies sind ihre Namen: 
der Friede,
die Freude,
der Jubel,
die Seligkeit,
die Wahrheit,
die Liebe,
der Glaube.

Und aus diesen stammen viele gute und unschuldige Geister.
Ihre Einflüsse und ihre Wirkungen wirst du finden in den Gestalten der Heimarmene Schicksal des Himmels, der unterhalb der zwölf ist.


Die Betrübnis des Jaldabaoth

Nachdem der Archigenetor aber das Abbild der Pistis in den Wassern gesehen hatte,
wurde er sehr betrübt, besonders als er ihre Stimme hörte, wobei sie gleich war der ersten Stimme, die ihn aus den Wassern herausgerufen hatte.
Und als er erkannte, das sie es war, die ihm einen Namen gegeben hatte, seufzte er.
Er war beschämt wegen seines Fehltritts. Und als er in Wahrheit zur Erkenntnis gelangt war, dass ein unsterblicher Mensch des Lichtes vor ihm existierte, geriet er in große Erschütterung; denn er hatte vorher zu allen Göttern und ihren Engeln gesagt:

“Ich bin Gott. Es gibt keinen außer mir.“ 

Er war nämlich in Furcht versetzt worden, dass sie etwa erkennen könnten, dass ein anderer vor ihm existierte, und dass sie ihn verurteilen könnten.


Die Erscheinung des Licht-Menschen


Er aber, wie ein Unverständiger, dachte gering über die Verurteilung.
Und er wurde wagemutig. Er sagte: ,,Wenn irgendetwas vor mir existierte, laß es in Erscheinung treten, auf daß wir sein Licht sehen!"

Und sofort, siehe, ein Licht kam aus dem achten Himmel oben und durchquerte alle Himmel der Erde.
Als der Archigenetor sah, dass das Licht schön war, indem es leuchtete, wunderte er sich.
Und er war sehr beschämt.

Als jenes Licht in Erscheinung trat, offenbarte sich ein menschliches Bild in ihm, das sehr wunderbar war.

Und niemand sah es außer dem Archigenetor und der Pronoia, die bei ihm war.

Sein Licht offenbarte sich aber allen Kräften der Himmel. Deswegen wurden sie alle durch es in Verwirrung gestürzt.

Die Erschaffung des Paradieses- Eros

Darauf schuf die Gerechtigkeit das Paradies, welches schön ist und außerhalb des Kreises des Monds und des Kreises der Sonne liegt in dem Land der Üppigkeit, im Osten inmitten der Steine. Und die Begierde, welche zuvor als Eros erschienen war, ist inmitten der schönen, appetitanregenden Bäume.


Über die Bäume des Paradieses

Und der Baum des ewigen Lebens,
wie er in Erscheinung getreten ist durch den Willen Gottes, befindet sich im Norden des Paradieses, so daß er die Seelen der Reinen unsterblich mache, die hervorkommen werden aus den Gebilden der Armut zum Zeitpunkt der Vollendung des Äons.
Die Farbe des Baumes des Lebens aber gleicht der Sonne.
Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen denen der Zypresse. Seine Frucht gleicht einem Bund von Weintrauben,
wobei sie weiß ist. Seine Höhe geht hinauf bis in den Himmel.

Und neben ihm befindet sich der Baum der Erkenntnis,
wobei er die Kraft Gottes hat. Seine Herrlichkeit gleicht dem Mond, wenn er sehr leuchtet.
Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen Feigenblättern.
Seine Frucht gleicht guten, appetitanregenden Datteln.
Dieser nun befindet sich im Norden des Paradieses, so daß er die Seelen aus dem Schlaf der Dämonen erwecke,
damit sie zum Baum des Lebens kommen und von seiner Frucht essen und so die Mächte und ihre Engel verurteilen.

Die Wirkung dieses Baumes ist beschrieben in dem Heiligen Buch wie folgt:
  ,,Du bist der Baum der Erkenntnis, der sich im Paradies befindet, der, von dem der erste Mensch gegessen hat, der seinen Verstand geöffnet hat. 

Anschließend spross der Ölbaum hervor, der die Könige und Hohepriester der Gerechtigkeit reinigen wird, die in den letzten Tagen in Erscheinung treten werden, da sich der Ölbaum offenbart hatte aus dem Licht des ersten Adam wegen der Salbung, die sie empfangen werden.

Die Erschaffung der Pflanzen und Tiere

Die erste Seele aber hat den Eros geliebt, der mit ihr war; sie hat ihr Blut auf ihn und auf die Erde vergossen. Und aus jenem Blut wuchs zuerst die Rose hervor, aus der Erde, aus dem Dornbusch, zur Freude des Lichtes, das sich im Dornbusch offenbaren wird.
Anschließend wuchsen wiederum die anderen schönen, wohlriechenden Blumen aus der Erde heraus, verschiedene Arten, von jeder einzelnen Jungfrau der Töchter der Pronoia.
Und nachdem sie aus Liebe zu dem Eros entflammten, vergossen sie ihr Blut auf ihn und auf die Erde.
Danach wuchsen alle Pflanzen heraus aus der Erde, verschiedene Arten, die den Samen der Mächte und ihrer Engel hatten.
Danach erschufen die Mächte aus den Wassern alle Arten von Tieren, und die Reptilien und die Vögel, verschiedene Arten, die den Samen der Mächte und ihrer Engel hatten.
Die Ordnung des Himmels

Als aber die Sophia, die in dem unteren Himmel war, den Wunsch äußerte, empfing sie Macht von der Pistis; und sie bildete große leuchtende Körper und alle Sterne.
Und sie setzte sie in den Himmel, damit sie auf die Erde scheinen und damit sie vollenden die Zeitzeichen und Jahreszeiten und Jahre und Monate und Tage und Nächte und Augenblicke und alles übrige. Und auf diese Weise wurde der ganze Ort am Himmel geordnet.


Über die Welt des Licht-Adam

Als nun der Adam des Lichtes in sein Licht hineingehen wollte, das heißt in den achten Himmel, vermochte er es nicht wegen der Armut, die sich mit seinem Licht verbunden hatte. Und er schuf sich selbst einen großen Äon.
Und in jenem Äon schuf er sechs Äonen mit ihren Welten,

die waren sechs an der Zahl, die siebenmal besser waren als die Himmel des Chaos und ihre Welten.


Der Plan des Jaldabaoth und der Archonten: die Erschaffung des Menschen

Bevor sich aber der Adam des Lichtes aus dem Chaos zurückgezogen hatte, sahen ihn die Mächte und lachten den Archigenetor aus,

weil er gelogen hatte, als er sagte:

 ,,Ich bin Gott. Niemand existiert vor mir." 

Als sie nun zu ihm kamen, sagten sie:
,,Ist dieser etwa nicht der Gott, der unser Werk vernichtet hat?`` Er antwortete und sagte: ,,Ja. Wenn ihr nicht wollt, daß er in der Lage ist, unser Werk zu vernichten, dann laßt uns einen Menschen aus der Erde erschaffen, nach dem Bild unseres Körpers und nach dem Abbild von diesem, Adam des Lichtes, daß er uns diene, damit er, wenn er sein Ebenbild sieht, es liebe. Nicht länger wird er unser Werk vernichten, sondern wir werden die, die aus dem Licht geboren sind, zu unseren Dienern machen in der ganzen Zeit dieses Äons.``

Dieses alles ist entstanden entsprechend der Voraussicht Pronoia der Pistis,
damit jener Mensch in Erscheinung trete nach seinem Abbild und sie verurteile durch ihr Gebilde.

Und ihr Gebilde wurde zu einer Umzäunung des Lichtes.

Da begriffen die Mächte, dass sie den Menschen erschaffen sollten.


Über die Helferin Adams

Sie sandte einen Helfer zu Adam, eine Licht-Epinoia, die ist eine, die aus ihm stammt, die „Leben“ genannt wird. Und sie ist der ganzen Schöpfung behilflich, wobei sie sich mit ihm abmüht und sie ihn in sein Pleroma hineinführt und sie ihn belehrt über das Herabkommen seines Samens und sie ihn belehrt über den Weg des Aufstiegs, welcher ist der Weg, auf dem er herabgekommen war. Und die Epinoia des Lichtes war verborgen in Adam, damit die Archonten sie nicht erkennen mögen, sondern damit die Epinoia eine Beseitigerin des Fehlers der Mutter sei.

Und der Mensch trat in Erscheinung wegen des Schattens des Lichtes, das in ihm ist. Und sein Denken war höher als die, die ihn gemacht hatten.

Die Reaktion der Sophia Zoe: Die Hervorbringung des Menschen der Sophia Zoe

Es kam ihnen zuvor Sophia Zoe; sie ist die, die mit Sabaoth ist.
Sie lachte über ihren Beschluss: ,,Denn sie sind blind. Gegen ihre eigenen Interessen haben sie ihn erschaffen in Unwissenheit. Und sie wissen nicht, was sie im Begriff sind zu tun.``
Aus diesem Grund ist sie ihnen zuvorgekommen und machte ihren eigenen Menschen zuerst, damit er ihr Gebilde belehre, wie es sie verachten soll und in welcher Weise es vor ihnen, den Archonten gerettet werde.

 

Hermaphrodites- Das Tier

 

Die Hervorbringung des Unterweisers ereignete sich aber auf folgende Weise:
Als die Sophia einen Lichttropfen fallen ließ, floss er auf das Wasser, und sofort erschien ein Mensch, der mannweiblich war. Jenen Tropfen gestaltete sie zuerst als weiblichen Körper. Anschließend gestaltete sie ihn in dem Körper nach dem Abbild der Mutter, die in Erscheinung getreten ist. Und sie vollendete es in zwölf Monaten.
Ein mannweiblicher Mensch wurde hervorgebracht, den die Griechen „Hermaphrodites“ nennen.

Und dessen Mutter nennen die Hebräer „Eva des Lebens“, das ist die Unterweiserin des Lebens.
Ihr Nachkomme ist das Geschöpf, das Herr ist. Anschließend nannten die Mächte ihn,
„das Tier“ damit er ihre Gebilde in die Irre führe.
Die Deutung von, „das Tier“ ist, „ der Unterweiser“. Denn er wurde weiser als alle Wesen gefunden.

Eva nun ist die erste Jungfrau, die, die ohne einen Mann ihren ersten Nachkommen geboren hat. Sie ist es, die sich selber als Hebamme gedient hat.


Jetzt erst, betritt der irdische Mensch die Bühne:

Die Erschaffung des irdischen Menschen

Zu diesem Zeitpunkt aber gab dann der Archigenetor eine Entscheidung denen kund, die mit ihm waren, den Menschen betreffend. Dann warf jeder von ihnen sein Sperma in die Mitte des Nabels der Erde. Seit jenem Tag bildeten die sieben Archonten den Menschen, wobei sein Körper ihrem Körper glich, sein Abbild aber dem Menschen glich, der sich ihnen offenbart hatte. Sein Gebilde entstand je nach den einzelnen Teilen.
Ihr Großer aber schuf das Gehirn und das Nervensystem.*

Danach offenbarte er, ihr Großer, sich wie einer, der vor ihm war. Er wurde ein seelischer Mensch.

Und er wurde Adam genannt, das ist der Vater, nach dem Namen von dem,
der vor ihm existierte.
Und als sie Adam vollendet hatten, legte er ihn in ein Gefäß, weil er eine Form empfangen hatte wie eine Fehlgeburt, da kein Geist in ihm war.
Deswegen, als sich der Oberarchon an das Wort der Pistis erinnerte, fürchtete er, dass der wahre Mensch in sein Gebilde hineingelange und es beherrsche.
Deswegen ließ er sein Gebilde vierzig Tage ohne Seele, er zog sich zurück, er verließ es.
(*In den Apokryphen des Johannes folgt an dieser Stelle eine überaus detaillierte Aufstellung darüber, welche Archonten an der Erschaffung des Licht Adam mitgewirkt haben.
Diese Auflistung beginnend bei den einzelnen Schichten der Seele,-über jedes einzelne Gliedmaß, bis hin zu den Qualitäten der Sinneswahrnehmungen und Leidenschaften ist mit Sicherheit ein großer Schatz. Man kann sich nur wünschen, er möge bald in den Fokus heilkundiger Menschen gelangen.)


Die Entsendung des Atems der Sophia zu Adam

An dem vierzigsten Tag nun sandte Sophia Zoe ihren Atem in Adam hinein, der keine Seele hatte.  Er begann, sich auf der Erde zu bewegen. Doch er konnte sich nicht erheben.


Die Archonten und der Tag der Ruhe

Als dann die sieben Archonten kamen, sahen sie ihn und gerieten in große Bestürzung. Sie kamen zu ihm herauf und bemächtigten sich seiner. Und er, der Oberarchon, sagte zu dem Atem in ihm: ,,Wer bist du? Und von wo bist du hierher gekommen?``
Er antwortete und sagte: ,,Ich bin durch die Kraft des Menschen gekommen zur Zerstörung eures Werkes.``
Sie nannten jenen Tag, Ruhe`, denn sie ruhten aus von der Mühsal.
Und als sie sahen, dass Adam sich nicht erheben konnte, freuten sie sich,
und sie nahmen ihn und setzten ihn in das Paradies.
Und sie zogen sich zurück zu ihren Himmeln.

Die Erweckung Adams

Nach dem Tag der Ruhe sandte Sophia ihre Tochter Zoe, die Eva genannt wird,
als Unterweiserin, damit sie Adam, der keine Seele hatte, erwecke, damit die, die er erzeugen würde, Gefäße des Lichtes würden.
Als Eva ihr männliches Ebenbild liegen sah, bekam sie Mitleid mit ihm, und sie sagte:
,,Adam! Werde lebendig! Erhebe dich über die Erde!`` Sofort wurde ihr Wort zu einem Werk.
Dann, nachdem Adam sich erhoben hatte, öffnete er sogleich seine Augen. Als er sie sah, sagte er: ,,Du wirst, die Mutter der Lebenden` genannt werden. Denn du warst es, die mir Leben gegeben hat.“


Der Plan der Archonten gegen Eva

Darauf wurden nun die Mächte davon in Kenntnis gesetzt, dass ihr Gebilde lebendig war und sich erhoben hatte, und sie waren sehr beunruhigt. Sie sandten sieben Erzengel, um auszukundschaften, was geschehen war. Sie kamen zu Adam.
Als sie Eva zu ihm reden sahen, sagten sie zueinander: ,,Welcher Art ist diese Lichtfrau?
Sie gleicht nämlich auch jenem Abbild, das uns erschienen war in dem Licht. Kommt nun!
Wir wollen uns ihrer bemächtigen und unseren Samen in sie aussäen, so dass sie, wenn sie befleckt ist, nicht mehr in der Lage ist, zu ihrem Licht hinaufzusteigen!
Vielmehr werden die, die sie gebären wird, unter unserem Befehl sein.
Aber lasst es uns nicht Adam sagen, denn er ist keiner von uns! Sondern wir wollen einen tiefen Schlaf über ihn bringen! Und lasst uns ihn in seinem Schlaf unterweisen, als ob sie aus seiner Rippe entstanden sei, damit die Frau ihm gehorchen werde und er Herr über sie sei!“

Da lachte Eva, die eine Gewalt war, über ihren Beschluss.
Sie blendete ihre Augen, und im Geheimen ließ sie ihr Abbild bei Adam.
Sie ging in den Baum der Erkenntnis hinein und blieb dort. Und sie verfolgten sie, und sie offenbarte ihnen, dass sie in den Baum hineingegangen und zu einem Baum geworden sei.
Als sie aber in große Furcht gerieten, flohen die Blinden.

Was es mit der „Rippe“ auf sich hat:

Aus den Apokryphen des Johannes:

„Und er, der Erste Archon wusste, dass er ihm ungehorsam war wegen des Lichtes der Epinoia, die in ihm ist, die ihn in seinem Denken mehr verbessert hat als der Erste Archon. Und er wollte die Kraft herausbringen, die er ihm selbst gegeben hatte.
Und er brachte ein Vergessen, den Schlaf über Adam.``
Darauf versteckte sich die Epinoia des Lichtes in ihm, Adam.
Und der Erste Archon wollte sie aus seiner Rippe hervorbringen.
Aber die Epinoia des Lichtes kann nicht ergriffen werden.

Als die Finsternis sie verfolgte, fing sie sie nicht. Und er brachte einen Teil seiner Kraft aus ihm heraus.
Und er machte ein weiteres Gebilde in der Gestalt einer Frau nach dem Bild der Epinoia,
die sich ihm geoffenbart hatte.
Und er brachte den Teil, den er von der Kraft des Menschen genommen hatte, in das Gebilde der Weiblichkeit, und nicht, wie Mose gesagt hat, ,seine Rippe`.
Und Adam sah die Frau neben sich. Und in diesem Augenblick trat nun die Licht-Epinoia in Erscheinung, und sie deckte den Schleier, der über seinem Verstand lag, auf.
Und er wurde nüchtern von der Trunkenheit der Finsternis. Und er erkannte sein Abbild, und er sagte: „Dies nun ist ein Knochen von meinem Knochen, und Fleisch von meinem Fleisch.“
 

Die versuchte Schändung der Unterweiserin Eva

Als sie anschließend aus dem Schlaf erwachten, kamen sie zu Adam. Und als sie das Abbild dieser Frau bei ihm sahen, gerieten sie in große Verwirrung, wobei sie dachten, dass dies die wahre Eva sei.
Und sie griffen an; sie kamen zu ihr und bemächtigten sich ihrer und säten ihren Samen in sie aus. Sie handelten in Schlechtigkeit an ihr, wobei sie sie nicht nur in natürlicher Weise befleckten, sondern auch in Ausschweifung, indem sie zuerst das Siegel ihrer Stimme befleckten, die mit ihnen gesprochen hatte, sagend: ,,Was ist das, das vor euch existierte?``
um dann die zu beflecken, die sagen könnten zum Zeitpunkt der Vollendung, dass sie hervorgebracht worden waren durch den wahren Menschen mittels eines Wortes.

Und sie irrten sich, weil sie nicht wussten, dass es ihr eigener Körper war, den sie befleckten:
es war nur das Abbild, das die Mächte und ihre Engel in jeder Weise befleckt haben.

Die Nachkommenschaft der Eva


Zuerst wurde sie schwanger mit Abel, durch den ersten Archon.
Und es geschah durch die sieben Mächte und Ihre Engel, dass sie die anderen Söhne gebar. Alles dieses ereignete sich aber nach der Voraussicht Pronoia des Archigenetor, damit die erste Mutter allen Samen in sich hervorbringe, wobei er vermischt ist und eingefügt ist in das Schicksal der Welt und ihre Gestalten und in die Gerechtigkeit.

Der erste Adam nun ist geistig, und er trat in Erscheinung am ersten Tag.
Der zweite Adam ist seelisch, und er trat am sechsten Tag in Erscheinung, der Aphrodite genannt wird.
Der dritte Adam ist ein Geschöpf der Erde, das heißt der Mensch des Gesetzes, und er trat in Erscheinung am achten Tag. die Ruhe von der Armut, welcher genannt wird „Sonntag“.

Die Nachkommenschaft des irdischen Adam wurde aber zahlreich, sie wurde vollendet und brachte in sich hervor alle Kenntnisse des seelischen Adam.

Aber alle befanden sich in Unwissenheit.
Als nächstes laß mich sagen

: Als die Archonten ihn und die, die mit ihm war, sahen, wie sie unwissend wie die Tiere in die Irre gingen, freuten sie sich sehr.


Über die Schändung der Eva durch die Archonten
und die Hervorbringung des Seth durch Adam

 ,,Und der Erste Archon sah die Jungfrau, die bei Adam stand, und er sah, dass die Licht-Epinoia Leben in ihr hatte in Erscheinung treten lassen. Und Jaldabaoth war voll von Unwissenheit.
Und als die Pronoia des Alls es merkte, sandte sie einige, und sie raubten Leben aus Eva.
Und der Erste Archon befleckte sie und zeugte mit ihr zwei Söhne: den ersten und den zweiten, Eloim und Jave. Eloim hat zwar ein Bärengesicht, Jave aber hat ein Katzengesicht. Der eine ist zwar gerecht, der andere aber ungerecht.: Jave ist zwar gerecht, aber Eloim ist ungerecht. Jave setzte er zwar über Feuer und Wind, Eloim aber setzte er über Wasser und Erde. Und diese nannte er mit den Namen Kain und Abel, indem er seine Verschlagenheit/ Geschicklichkeit sieht.

Bis zum heutigen Tag dauerte der sexuelle Beischlaf durch den Ersten Archon an. Und er pflanzte sexuelle Begierde in die, die zu Adam gehört. Und er erweckte durch den Beischlaf die Bilder der Körper, und er regte sie an mit seinem widersätzlichen Geist. Und die zwei Archonten setzte er über viele Mächte, damit sie über die Höhle herrschen.
Als aber Adam das Bild seiner eigenen Pronoia erkannte, zeugte er das Bild des Sohnes des Menschen.

Er nannte ihn Seth nach der Art der Geburt in den Äonen.
Ebenso sandte die Mutter wiederum ihren Geist herab, welcher in ihrem Bild ist und einen Antitypos für die,

die im Pleroma ist; sie wird einen Wohnplatz für die Äonen bereiten, die herabkommen werden.



In der Handschrift „ das Wesen der Archonten“ liest man  über:

„Die Kinder der Eva“: Noreia

Adam erkannte sein Ebenbild Eva. Sie wurde schwanger und sie gebar Seth.
Sie sagte:“Ich habe einen anderen Menschen durch Gott geboren anstelle von Abel.
Wieder wurde Eva schwanger und sie gebar Noreia.
Und sie sagte:“Er zeugte mir eine Jungfrau als Hilfe für viele Geschlechter der Menschen.
Sie ist die Jungfrau, welche die Kräfte nicht befleckt haben.
Da begannen die Menschen sich zu vermehren und sich auszubreiten.